Gesund bleiben im Rhythmus der Natur

Sommer 2018:
Frühsommerblütezeit im Sternzeichen Krebs.
Zeit der "weissen" Nächte in nördlichen Breitengraden.

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Sommersonnenwende: am 21.6. wechselt die Sonne ins Sternzeichen Krebs: Die kürzeste Nacht- der längste Tag wird eingeläutet- im Norden die traditionellen Mittsommerfeste gefeiert. In Skandinavien, sowie im Baltikum werden zu dieser Zeit die Nächte kaum dunkel.

Die weissen Nächte sind für den Norden besonders prägnant nach den langen Winternächten.

Die Sommersonnenwende fand in den ersten Jahrhunderten n. Chr.am 24.Juni des Julianischen Kalenders statt. 6 Monate vor der Heiligen Nacht am 24.Dez. Der 24.Juni soll der Geburtstag Johannes des Täufers sein, symbolisch ein lichtvoller Vorbote der Geburt Christi, jedoch auch einer seiner Widersacher.

Die Johannisnacht wird noch heute vom 23.6. auf den 24.6 gefeiert

mit Naturritualen, Johannisfeuer, Blumen und feinem Essen in der Natur.

Das kardinale Wasserzeichen Krebs steht mit seinem Planetenherrscher Mond für Gefühl und Unterbewusstsein. Der mystische Mond ist Symbol für persönliche und kollektive Emotionen. Gefühle sind nicht statisch, immer in Bewegung, so auch die verschiedenen Mondphasen. Wir alle brauchen das Wort „launisch“. Es steht in ständiger Abhängigkeit von exogenen (Umwelt) Situationen. Sowie von endogenen (Inneren) Ursachen: den Hormonen und Transmitter.

Zur Sommersonnenwende blüht das Johanniskraut: Eine starke Sonnenpflanze. Hypericum perforatum (performierte Blütenblätter), „beleuchtet“ unser Hormonsystem. Es wirkt aufhellend auf unsere Psyche, wie die Sonne auf den Mond, indem es vorallem auf den Serotoninspiegel Einfluss nimmt. Serotonin wirkt als Hormon und Transmitter. (Uebermittlungsstoff unter den Nervenzellen).

Ihre Sekundären Wirkstoffe sind bekannt, jedoch sind diese alleine nicht signifikant. Wichtig ist die Interaktion zwischen den Substanzen, die bis heute nicht genau analysiert werden konnte.

Johanniskraut ist eine gelbe erhellende starke Erscheinung. Ich würde sie gar als charissmatisch beschreiben. Ihre Präsenz ist beachtlich. Ihre prägende Ausstrahlungskraft hat es bis in die Psychiatrie „geschafft“. Es tönt fast schon ironisch- ich möchte damit sagen, dass sich Hypericum in der Schulmedizin durchgesetzt hat und somit auf der offiziellen Liste der Antidepressiva steht. Jede einzelne Blüte strahlt Licht, Wärme und Geborgenheit aus. Das Johanniskraut soll am längsten Tag des Jahres während der Mittagszeit gepflückt werden, da es zu diesem Zeitpunkt den höchsten Wirkungsgehalt zeigt. Die Blüte gleicht einer Sonne.

Das Johanniskrautoel, das als „Blut Christ“ bezeichnet wird, hat einen sehr desifizierenden und entzündungshemmenden Charakter.

 Auch in der Natur ist der Mond abhängig von der Sonne. Nur durch ihr Licht wird er in der Nacht für uns sichtbar.

 Während den Weissen Nächten wird Licht in die Nacht gebracht, das Unterbewusstsein beleuchtet, das heisst bewusster gemacht. Die Vorphase des Hochsommers im Zeichen Löwen (Planetenherrscher des Löwen ist die Sonne), wird eingeleitet.

Als lichtvolle Schutzpflanze vor Dämonen und negativen Energien, wurden Johanniskrautsträusse an Türen und Fenster von Häusern und Ställen gebunden, um vor Verhexung zu schützen.

Auf diese Tradition weist auch der Name Fuga daemonum hin, was soviel bedeutet wie Teufelsfluch.

Ihre performierten Blütenblätter sollen von mit einer Nadel bewaffneten Teufel stammen, der sich so über die vielfältige Heilkraft des Johanniskraut geärgert hat.

Gedicht:

Michael Gabor

Sankt Johann ist dies Kraut geweiht.
Es blüht zur höchsten Sommerzeit.
Es hilft den Christen wir den Mohren
Dank seiner blattdurchsichtigen Poren.
Der kranken Haut ists eine Wonne
Dem dunklen Geist wird es zur Sonne.
Es hellt ihn auf bei Depressionen.
Der Mensch soll dies der Pflanze lohnen,
sie immer hoch in Ehren halten
und ihr gedenken wie die Alten.